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Alexander-von-Humboldt-Schule: Abschlussfeier unter herausfordernden Bedingungen

Wie im vergangenen Jahr ist auch der diesjährigen Verabschiedung der Abgänger der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar nur wenig vom Glanz der Abschlussfeiern früherer Jahre geblieben. Zu den pandemiebedingten Auflagen, die eine große gemeinsame Feier aller Abgänger mit ihren Eltern und Lehrern unmöglich machten, kam diesmal noch der Umstand hinzu, dass die Schulaula wegen Umbauarbeiten nicht zur Verfügung stand. Dennoch ließ sich die gegenseitige Wertschätzung von Lehrern und Schülern immer wieder spüren und alle waren froh, dass trotz der schwierigen Umstände die Abschlüsse geschafft worden waren.

So feierten die 120 Schüler aus zwei Gymnasial-, drei Real- und zwei Hauptschulklassen notgedrungen klassenweise im festlich geschmückten Foyer. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Lehrerband der Alexander-von-Humboldt-Schule. Rüdiger Kölbach am Klavier, Hannah Esch am Saxophon, Christoph Daniel an der Gitarre und Jörg Schintze am Cajon spielten ein Medley bekannter Popsongs der vergangenen sechs Jahre, die die Schüler während ihrer Schulzeit in Aßlar begleitet hatten. Schulleiter Peter Schmidt begrüßte die Schüler und ihre Eltern: „Auch wenn wir keine große Abschiedsparty in der Stadthalle feiern können, haben wir doch einen würdigen Rahmen gefunden, um euch eure Abschlusszeugnisse zu verleihen.“

Als Erstes wurde die 9H1 verabschiedet. Selina Brandner erinnerte an Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre und dankte Klassenlehrer Medeni Mermer, der seinen Schülern nicht nur gute Wünsche, sondern auch seine weitere Unterstützung mit auf den Weg gab: „Meine Telefonnummer habt ihr.“ Auch die 9H2 ließ es sich nicht nehmen, Klassenlehrer Hendrik Partscht herzlich zu danken. In einer pointenreichen Rede, die für allgemeine Heiterkeit sorgte, ließ eine Schülergruppe die gemeinsame Zeit Revue passieren. Im Gegenzug lobte Partscht seine Schüler für ihr eigenverantwortliches Arbeiten während des Homeschoolings und im Wechselunterricht.

Damian Musli und Wiktoria Wylezol aus der 10R1 würdigten ihren Klassenlehrer Steffen Reul: „Sie sind der beste Lehrer, den wir uns wünschen konnten.“ Dieser zeigte sich sichtlich bewegt und freute sich darüber, dass seine Klasse die schwierigen Zeiten gut gemeistert hatte. Eray Kaya sprach für die 10R2 und fand, dass die Klasse trotz Corona eine gute Zeit an der Alexander-von-Humboldt-Schule erlebt habe. Klassenlehrerin Elke Steinhauer wünschte ihren Schülern viel Glück bei den neuen Herausforderungen und gutes Durchhaltevermögen. Als Schlusswort spielte sie eine Audiobotschaft ihres Vorgängers ab, der seine ehemaligen Schüler aus Ostdeutschland grüßte. Neslihan Akar und Selin Yildiz nahmen die Anwesenden mit auf eine Reise durch die Schulzeit der 10R3, was einige zu Tränen rührte. In emotionalen Worten brachte Klassenlehrerin Lisa Lipp ihre Anerkennung zum Ausdruck: „Ihr wart meine erste Klasse und habt gezeigt, dass ihr Charakter habt.“

Die Lacher auf seiner Seite hatte Luis Reuschling, der in seiner äußerst wortgewandten Rede eine Reihe von witzigen Episoden aus der Schulzeit der Schüler der 10G1 zum Besten gab. Seine Klassenlehrerin Imke Häse setzte in ihrer Ansprache den amüsanten Vortrag mit weiteren Geschichten aus drei Jahren gemeinsamen Unterrichts fort. Voll des Lobes war auch Rüdiger Weigand, der insbesondere die Leistungen seiner 10G2 im Deutschunterricht hervorhob und die Schüler im Sinne der Aufklärung dazu aufrief, sich ihres Verstandes zu bedienen. Diese behielten es sich vor, ihren Klassenlehrer bei einer späteren privaten Abschlussfeier ausgiebig zu würdigen.

Nachdem sie von ihren Klassenlehrern die Abgangszeugnisse und eine Rose erhalten hatten, bestand Gelegenheit zu einem Erinnerungsfoto in einer liebevoll gestalteten Fotobox.

Als Jahrgangsbeste wurden diesmal vier Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet. Johanna Pokoj erreichte mit einem Notendurchschnitt von 1,1 das beste Gymnasialzeugnis. Neslihan Akar, die auf einen Schnitt von 1,2 kam, wurde als beste Realschülerin geehrt. Den Titel des besten Hauptschülers teilten sich Jasmin Sabovic und Rebecca Herbel, deren Durchschnitt bei 1,7 lag.