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Mathe ist international?!

Wie schwierig muss es manchmal sein, dem Unterricht zu folgen, wenn man eine andere Muttersprache als Deutsch hat. Diese Frage stellten sich auch die beiden Mathelehrer Anna-Lena Hofmann und Ebi Klotz in der 7M3. Wie muss es wohl sein, wenn man das Ergebnis auf der Zunge hat, aber genau weiß „….Hhmmm, die anderen verstehen ja gar kein Türkisch oder Arabisch……“.

Dass Sprache ein wesentlicher Bestandteil von Integration ist und mittels des Mediums Sprache viele Barrieren fallen können, das wissen wir sicher alle zu genau und haben auch bestimmt viele alltägliche Beispiele aus der Praxis parat.

Also, wieso einmal nicht für alle Schülerinnen und Schüler ein klein wenig „Heimat“ in den Matheunterricht bringen, dachten sich die beiden Mathelehrkräfte. Und so entstand die „international school of math“. Die Regeln zur Berechnung von rationalen (negativen) Zahlen wurden zunächst einmal ins Englische und Französische übersetzt. Anschließend wurden die Beispielaufgaben aus der rein mathematischen Sprache in die jeweilige Landessprache übertragen, aufgeschrieben und vorgelesen. Nicht nur für die beiden Lehrkräfte entwickelte sich eine spannende Stunde, auch den Schülerinnen und Schülern schien diese Art multilingualen Unterrichts zunehmend Spaß zu machen und so bauten sie ihre Hemmungen ab, tippten fleißig in den Messenger oder öffneten ihre Mikrofone. Ein tolles interkulturelles Projekt, was sicher, in welcher Form auch immer, eine Wiederholung erfahren wird. Schließlich wurde allen einmal mehr klar:

Mathematik kennt keine Sprache – Zahlen und Rechenregeln sind immer gleich, auch wenn sie manchmal wie chinesisch klingen.

Ebi Klotz