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Humboldt-Schüler experimentieren bei „Physik im Advent“

Mehr als zwanzig naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar haben in der Vorweihnachtszeit täglich ein Türchen eines besonderen Adventskalenders geöffnet: Bei „PiA – Physik im Advent“ gibt es zwar keine Süßigkeiten, aber dafür 24 kleine Experimente und physikalische Rätsel.
Damit soll bei Kindern und Jugendlichen die Freude am Selber-Experimentieren geweckt und für Spannung beim Zuschauen gesorgt werden, so die Initiatoren der Georg-August-Universität Göttingen. Die Lösung erhalten die Schüler dann am nächsten Tag anhand eines kurzen Videos, in dem ein Weihnachtsmann oder eine Weihnachtsfrau das Experiment erklären. Für die ohne großen Aufwand nachzumachenden Versuche benötigen die Nachwuchsforscher Alltagsmaterialien, die jeder zu Hause hat.

Sechstklässlerin Silja Heinert war begeistert: „Besonders gut hat mir ein Versuchsaufbau mit fallenden Eiern gefallen. Manchmal hatte man vorher eine Vermutung, welche der vier Antwortmöglichkeiten richtig sein könnte, aber Sicherheit gab nur das genaue Experimentieren Schritt für Schritt nach der Videoanleitung. Ab und zu bedurfte es auch mehrerer Versuche, bis man eine eindeutige Lösung hatte.“ Dass das Projekt auch ältere Schüler anspricht, bestätigte Anton Rühl, Klasse 10: „Da mir Physik schon in der Schule Spaß macht, fand ich auch „PiA“ sehr unterhaltsam. Es gab täglich etwas Interessantes herauszufinden. Auch wenn man nicht immer alles richtig hatte, konnte man doch noch etwas gewinnen, da jeder zu Anfang zwei Joker hat.“

Für eine besonders eifrige Teilnahme gab es originelle Preise zu gewinnen. So erhielt Fünftklässler Levin Heinrich eine Solarspinne, die bei Licht anfängt zu krabbeln, für Silja Heinert gab es in Harz gegossene Schmetterlinge und die Siebtklässler Tim Naumann und Merle Schwertfeger bekamen ein T-Shirt bzw. einen Taschenrechner. „Ich fand die Experimente sehr abwechslungsreich und kreativ und war immer gespannt, ob ich mit der Lösung richtig lag. Am besten hat mir gefallen, als wir mit Kreidepulver die Hände mit und ohne Seife waschen mussten und dann mit einer selbstgemachten Schwarzlicht-Taschenlampe geschaut haben, bei welchem Vorgang die Hände am saubersten wurden“, berichtete Merle. Und Silja ergänzte: „Die Zeit vor Weihnachten verging mit dem tollen Physik-Adventskalender sehr schnell und gerade wegen Corona und den fehlenden Freizeitaktivitäten hat es besonders Spaß gemacht.“ Auch ihre Schwester Finja, die die achte Klasse besucht, führte alle Experimente durch, doch hatte sie das Pech, keinen Preis zu gewinnen. Auf ihre Urkunde ist sie aber ebenso stolz wie ihre kleine Schwester.