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Alexander-von-Humboldt-Schule hilft mit Weihnachtspäckchenaktion

Auch wenn in den Sternen steht, wann die Schülerinnen und Schüler der „Model United Nations“-AG der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar wieder nach Holland fahren und mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern im Rahmen einer Konferenz debattieren werden, sind die 12 Jugendlichen und ihre Lehrerin Eva Korobow in den letzten Wochen nicht untätig geblieben. „Wir haben uns die Frage gestellt, wie wir in Zeiten wie jetzt Schüler zum gemeinsamen Handeln bringen und gleichzeitig bedürftigen Kindern eine Freude bereiten können. Schnell sind wir auf die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gestoßen“, erläutert die Zehntklässlerin Johanna Pokoj und ihre Mitschülerin Hannah Fink erklärt, wie man aus der Not eine Tugend gemacht hat: „Wir haben uns gefragt, ob wir, statt nur über soziale Themen zu debattieren, nicht auch einmal aktiv an ihrer Umsetzung arbeiten sollten.“

Das Projekt sieht vor, dass in der Vorweihnachtszeit Pakete für Kinder gepackt werden, die in ärmlichen Verhältnissen leben und keine Weihnachtsgeschenke zu erwarten haben. Diesmal gehen die Kartons in östliche Länder wie Litauen, Estland, Polen und Rumänien.

Mit einem Aufruf per Internet luden die AG-Mitglieder ihre Mitschüler und Lehrer ein, sich mit einem weihnachtlich verzierten Schuhkarton, der mit Süßigkeiten, Spielsachen oder Kleidung, aber auch Hygieneartikeln gefüllt wurde, an der Aktion zu beteiligen. An drei Tagen konnten die Päckchen coronakonform am Fenster der Aula abgegeben werden. Zur Freude der engagierten Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 10 kamen schließlich 53 Pakete zusammen, die nun an ihre Bestimmungsorte gebracht werden.

„Neben der guten Zusammenarbeit innerhalb der „MUN-AG“ fand ich das Engagement vieler Mitschüler beeindruckend“, freute sich Johanna Pokoj, nachdem die Päckchen gezählt waren. Auch Schülersprecherin Tuana Tekin zeigte sich positiv überrascht von der guten Resonanz: „Mit der Aktion können wir nicht nur dazu beitragen, dass vielen Kindern ein schönes Weihnachtsfest beschert wird, sondern auch innerhalb der Schülerschaft auf derartige Projekte aufmerksam machen und zeigen, dass auch wenig reicht, um viel zu geben.“ Ähnlich sah das Hannah Fink: „Ich finde es toll, dass wir, die wir ja alle an Weihnachten quasi mit Geschenken überhäuft werden, anderen Kindern, denen es nicht so geht, eine Freude bereiten können. Ich hoffe, dass wir die Aktion in den nächsten Jahren weiterführen werden, da es wirklich eine tolle Möglichkeit ist, zu helfen und dabei auch noch Spaß zu haben.“