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Erfahrungsbericht „intoMINT“ von Finja Heinert

Durch meine Mathematiklehrerin Frau Boeder erfuhr ich zu Beginn der Sommerferien von der Möglichkeit der Teilnahme für Mädchen von 13 bis 20 Jahren am Projekt „intoMINT“.
Dort kann man mit Hilfe einer App vorgeschlagene Versuche selbst durchführen und dokumentieren. Die Bewertung erfolgt dann durch die Betreiber der App, die ein schriftliches persönliches Feedback und „Mintis“, d.h. Punkte für Experimente, vergeben.

Für ein besseres Verständnis - die Theorie: Vorschläge für Experimente, die benötigten Materialien und Tipps zur Durchführung findet man für verschiedene Klassenstufen in der App. Je nach Interesse kann man dann etwas auswählen.

Ich wählte z.B. den Aufbau eines Mini-Biotops. Die App gab vor, welche Materialien erforderlich waren, und die Materialsuche im Haus und draußen begann.

Nachdem ich Samen, Moos und kleine Pflanzen beisammen hatte, begann ich mit der Durchführung. Alle Schritte wurden fotografiert, dabei sollte das „Mintkottchen“ immer auf den Fotos drauf sein. Gewählt habe ich einen Stoffpinguin, dieser passt ja auch zu dem Namensgeber unserer Schule, Alexander von Humboldt.

Nun schichtete ich Waldboden, Sand und Kies in ein verschließbares Glas, steckte die Samen hinein und setzte das Moos und die Pflanzen darauf. Alles wurde mit Wasser besprüht und luftdicht verschlossen. Nun konnte man beobachten, wie die Pflanzen wuchsen und sich veränderten, ohne dass von außen etwas zugeführt wurde. Das Glas mit dem Minilebensraum steht heute noch auf der Fensterbank und es wächst darin. Das Experiment stand in der Rubrik „Klima“ und hat mir sehr gefallen.

Alle Schritte, die Vorbereitung, die Durchführung und die Nachbereitung, wurden dokumentiert und dann in der App mit Fotos hochgeladen. Zwei bis drei Tage später gab es dann eine Rückmeldung.

In der dritten Ferienwoche gab es ein besonderes Highlight, als mit der Post eins der 200 Starterkits bei mir eintraf. Hierfür konnte man sich schriftlich bewerben, indem man schrieb, warum es für einen wichtig war, aus einem bestimmten Bereich Experimente durchzuführen. Es gab „Physik1“, „Physik2“, „Beauty“ und „Informatik“. Ich hatte mich für den letzten Bereich entschieden und erhielt nun einen Micro Bit, dem man durch Schreiben von Programmen etwas beibringen kann. Das Projekt gefiel mir sehr und ich schrieb am Computer ein Programm zu dem bekannten Spiel „Schere Stein Papier“, das ich nun durch einen Zufallsmodus gegen den Computer spielen kann.

In den sechs Wochen, die das Projekt lief, schaffte ich 30 Experimente und erhielt 1300 „Mintis“. Ich hoffe, dass die Betreiber der App mich zur Abschlussveranstaltung einladen. Dort könnte ich auf weitere 50 Mädchen treffen, die auch teilgenommen haben, und Workshops besuchen. Ich hoffe sehr, dass die Veranstaltung trotz Corona stattfinden kann.

Finja Heinert