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Aßlarer Schüler mit „Erasmus +“ zum Schüleraustausch in Spanien

Seit neun Jahren ist die Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar mit der spanischen Partnerschule IES Santa María del Águila verbunden. Nun hat erstmals ein Besuch im Rahmen eines zweijährigen „Erasmus +“- Projekts, das unter dem Thema „Wasser verbindet“ steht, stattgefunden.

So reisten 9 Schülerinnen und Schüler aus Aßlar mit ihren Spanischlehrern Hannah Esch und Fabian Gringmuth-Dallmer nach Südspanien in die Nähe von Almería. Passend zum Thema wird die Region aufgrund der vielen Gewächshäuser auch „Plastikmeer“ genannt.

Neu war, dass sich im Rahmen des trinationalen Projekts auch Schüler und Lehrer der dritten beteiligten Schule, einem Collège in Vergèze (Südfrankreich), zeitgleich in Spanien aufhielten, um ebenfalls die historische Bedeutung des Wassers dieser Region zu erkunden und Land und Leute kennenzulernen.

Das Besichtigungsprogramm sah den Besuch arabischer Paläste und Festungen vor, wobei die Wichtigkeit des Wassers in der arabischen Welt vielfältig thematisiert wurde. Die Iberische Halbinsel stand im Süden bis 1492 unter arabischer Herrschaft, was auch heute noch offensichtlich ist. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer von der prächtigen Anlage rund um die Alhambra in Granada. Unter anderem wurden der Hamam, die zahlreichen Brunnen und die Wasserspiele bestaunt.

Das Thema „Wasseraufbewahrung“ stand im Mittelpunkt eines Ausflugs zur maurischen Festung Alcazaba in Almeria, wo die „Aljibe", eine Speicheranlage, von den Schülern begangen werden konnte. Die Festung direkt am Hafen war und ist bis heute ein wichtiger Ausgangspunkt für den Handel.

Dass dem Wasser in dieser von Landwirtschaft geprägten Region eine besondere Bedeutung zukommt, ist bis heute unübersehbar. Für die Schüler wurde dies bei einem Workshop in Gewächshäusern besonders deutlich, bei dem auch die Bewässerungsanlage begutachtet wurde. Die vielen Sonnentage der letzten Zeit sind zwar wertvoll für die Ernte, aber der Mangel an Regen hinterlässt Spuren in der Landschaft. Bei einem Besuch des Themenparks „Fort Bravo“ erfuhren die Schüler u.a., dass die Wüste Las Tabernas, in der der Park liegt, bereits als Drehort für Westernfilme gedient hat.

Mit der bildlichen Darstellung deutscher und spanischer Sprichwörter rund ums Wasser wurde ein weiterer Zugang zum Projektthema eröffnet.

Neben der Arbeit am Projekt kam auch der kulturelle Aspekt der Austauschbegegnung nicht zu kurz. Die deutschen Schüler wurden herzlich in den Familien aufgenommen, durften spanische Köstlichkeiten probieren und erlebten auch den schulischen Alltag ihrer Partner mit. Nun freuen sich die Teilnehmer schon auf den Besuch der Spanier und Franzosen Ende April in Aßlar.