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„Climonomics“-Konferenz: Humboldt-Schüler debattieren über den Klimawandel

„Ich habe gelernt, dass man nie zu klein dafür ist, einen Unterschied zu machen.“ Gemäß diesem Motto von Greta Thunberg haben fünf Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Model-United-Nations“ der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar an der „Climonomics“-Konferenz in Frankfurt teilgenommen. Begleitet wurden sie von ihrer Lehrerin und AG-Leiterin Eva Korobow.

Inhalt der für Schülerinnen und Schüler konzipierten Konferenz waren die Ursachen und dramatischen Auswirkungen des Klimawandels sowie konkrete Lösungsansätze für den lokalen, regionalen und globalen Bereich. Rund 160 Jugendliche trafen sich zum mehrsprachigen Debattieren auf dem Campus Bockenheim der Goethe Universität Frankfurt. Auf der Tagesordnung stand eine Debatte des europäischen Parlaments, im Rahmen derer sich die Schüler in die unterschiedlichen Perspektiven zum Thema einarbeiteten und diese dann präsentierten und darüber diskutierten. Zusätzlich zu den Perspektiven der europäischen Parteien wurden auch die Ansichten von einflussreichen Vertretern aus Weltpolitik, Wirtschaft und Gesellschaft vertreten. Nicht nur die Meinung von Greta Thunberg, sondern unter anderem auch die Haltungen von Donald Trump, Angela Merkel, Herbert Diess und Greenpeace wurden gewissenhaft präsentiert und aufmerksam gehört; anschließend kam es zu einer leidenschaftlichen Debatte. So konnten die Schüler die Vielschichtigkeit des Themas „Klimaschutz“ erfahren und ihr Verständnis für demokratische Prozesse erweitern.

Um möglichst nahe an der politischen Realität zu arbeiten, kamen nicht nur Stift und Block, sondern auch Handys, Tablets und Laptops zum Einsatz. So verfassten die Jugendlichen zum Beispiel über ein simuliertes Twitternetzwerk Tweets, welche parallel zur Debatte unter den Benutzernamen der Fraktionen und Akteure durch einen Beamer präsentiert wurden. Dass die Konferenz dem Thema „Klimaschutz“ absolut gerecht wurde, bewies auch die nachhaltige Organisation der Veranstaltung. So waren die Teilnehmer schon im Vorfeld dazu aufgefordert worden, eigene Trinkgefäße mitzubringen, die in den Pausen mit Getränken aufgefüllt werden konnten; außerdem konnten sich die Delegierten an einem veganen und vegetarischen Buffet stärken.

Möglich gemacht wurde die Veranstaltung durch das Projekt PolECulE in Zusammenarbeit mit der Goetheuniversität Frankfurt. Der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Peter Feldmann, trug die Schirmherrschaft über die Konferenz. Ihm wurden im Anschluss an die Veranstaltung die von den Jugendlichen erarbeiteten Lösungsvorschläge übergeben. Somit beendeten die Schüler, welche aus ganz Deutschland angereist waren, die Konferenz in dem Wissen, dass sie tatsächlich einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels geleistet haben.