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Humboldt-Schüler starten Erasmusprojekt in Südfrankreich

Unter dem Motto „Wasser verbindet“ haben sich 15 Schülerinnen und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar mit ihren Austauschpartnern des Collège La Garriguette im südfranzösischen Vergèze in der Nähe von Nîmes getroffen. Auf die einwöchige Begegnung im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms „Erasmus Plus“ hatten sie sich im Vorfeld gemeinsam mit ihren Französischlehrerinnen Anke Paul und Grit Schleiter sprachlich und inhaltlich vorbereitet.

Die Fahrt stellte den Auftakt einer zunächst zweijährigen trinationalen Zusammenarbeit dar – eine Schule in Almeria/Spanien gehört ebenfalls zu den Projektpartnern. Im Mittelpunkt des Besichtigungsprogramms und einer Reihe von Workshops standen unterschiedliche Aspekte des Themas „Wasser“. In Nîmes, das wegen der hier entspringenden vier Quellen auch „Stadt des Wassers“ genannt wird, besuchten die deutschen und französischen Schüler das „Musée de la romanité“. Neben der Geschichte der Stadt erfuhren sie Wissenswertes über den Verlauf der römischen Wasserleitung von Uzès bis nach Nîmes. Auf dem Weg zu seinem Zielort wurde das Wasser über das weltbekannte Aquädukt Pont du Gard geführt, das die Schüler am darauffolgenden Tag bestaunen durften. Im dazugehörigen Museum erhielten sie zahlreiche Informationen über das imposante Bauwerk.

Einen weiteren Zugang zum Projektthema gewannen die Jugendlichen bei der Besichtigung der Perrierquelle. Dort erfuhren sie, wie das bekannte Tafelwasser von der Quelle bis in die Flasche gelangt und vermarktet wird.

In der Camargue, die für ihre vielfältige Tierwelt mit Flamingos, weißen Pferden und schwarzen Stieren bekannt ist, begegneten die Schüler einem zentralen Aspekt des Themas „Wasser“. Diese Gegend gilt in Frankreich als bedeutendste Produktionsstätte von Speisesalz aus Meerwasser. Bei einer Zugfahrt durch die Salinen zeigten sich die Jugendlichen beeindruckt von der aufwendigen Gewinnung dieses Minerals.  

Um ihre Eindrücke zu reflektieren und weitere Informationen zu sammeln, arbeiteten sie zwischendurch in der Schule in binationalen Gruppen zusammen. Die Recherche-Ergebnisse wie auch eine Sammlung deutscher und französischer Sprichwörter rund um den Begriff „Wasser“ wurden dann am Abschlussabend ausgestellt. Hier endete eine ereignisreiche Woche, in der die Gastschüler bei Unterrichtsbesuchen auch das französische Schulsystem näher kennen gelernt hatten, mit einem fröhlichen Fest. Nun freuen sich die Schüler auf ein Wiedersehen beim Rückbesuch im April des kommenden Jahres, bei dem sie die herzliche Gastfreundschaft der Franzosen erwidern möchten.