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Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule besuchen ehemaliges KZ Buchenwald

Bei ihrem viertägigen Aufenthalt in der Jugendbegegnungsstätte Buchenwald haben sich 14 Gymnasial- und Realschüler des Jahrgangs 10 der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar intensiv mit einem Stück deutscher Geschichte auseinandergesetzt. Dabei wurden sie von den Lehrkräften Marten Cornel Fuchs und Dörthe Kraft sowie der Gruppenbetreuerin vor Ort, Sophie Koch, unterstützt.

Nach einer kurzen Einführung und zwei angeleiteten Rundgängen durch das ehemalige KZ Buchenwald begaben sich die Zehntklässler selbstständig auf Spurensuche. Sieben Zweier-Teams gingen unterschiedlichen Fragestellungen nach und bereiteten sich darauf vor, am letzten Tag ihre Mitschüler durch die Gedenkstätte zu führen. „Der Appellplatz“ bzw. „Das Krematorium“ – so einige der Themenbereiche, die die Schüler ihrem Interesse folgend zu ihrem Forschungsschwerpunkt machten. Dabei waren neben historischem Interesse auch Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen gefragt, um dem schwierigen Thema gerecht zu werden. So achteten die Schüler besonders auf einen angemessenen Sprachgebrauch und probten die Rundgänge, um ihr Zeitmanagement zu überprüfen. Auch abends saßen die Schüler noch an ihren Präsentationen.

Bei einem Ausflug mit Stadtführung durch die ehemalige Kulturhauptstadt Weimar wurden die bis dahin gewonnenen Fakten mit der Geschichte der Stadt im Nationalsozialismus verknüpft.

Nach drei intensiven Vorbereitungstagen standen den aus Aßlar angereisten übrigen Schülern des Jahrgangs 10 gleichaltrige Experten für einen 90-minütigen Gang durch die Zeitgeschichte zur Verfügung. Dabei ging das pädagogische Konzept „Führ-einander“ voll auf und es ergaben sich von echtem Interesse und Empathie geleitete Gespräche.

Stefanie Leib und Leon Botelho Pereira fassten die Erfahrungen der Teilnehmer in ihrer kurzen Abschlussrede zusammen: „Gerade in der aktuellen politischen Lage ist es wichtig, Orte des Erinnerns aufzusuchen und sich der mit ihnen verbundenen Geschichte erneut bewusst zu werden“. Im Gedenken an alle Opfer des KZ Buchenwald legten die Schüler zum Abschluss an der dafür aufgestellten Gedenkplakette Rosen nieder.