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Aßlarer Schüler erleben in Wiesbaden „Madame Butterfly“

Sonst hören sie Hip-Hop, Rap und Rock-Musik, doch jetzt ging es für 28 Gymnasiasten des Jahrgangs 10 der Alexander-von-Humboldt-Schule und ihre Lehrkräfte Rüdiger Kölbach, Hannah Esch und Anke Paul nach Wiesbaden ins Hessische Staatstheater, wo Puccinis „Madame Butterfly“ gespielt wurde. Die Opernbesuche der Aßlarer Schule sind mittlerweile gute Tradition und es hat sich herumgesprochen, dass nicht nur ein interessantes kulturelles Ereignis zu erleben ist, sondern sich auch Gelegenheit bietet, einmal „schick auszugehen“. So hatten die Zehntklässler neben dem Genuss der anrührenden Musik und des ausdrucksstarken Schauspiels auch das Vergnügen, sich in vornehmer Abendgarderobe in gediegenem Ambiente zu bewegen, wobei sie eine sehr gute Figur machten.

Die in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln präsentierte Oper selbst stellte die Geduld der Jugendlichen mit drei Stunden Dauer zwar auf die Probe, doch ließen sie sich von dem tragischen Geschehen um die junge Geisha Cio-Cio-San, genannt „Butterfly“, die dem amerikanischen Marineoffizier Pinkerton zuliebe Familie und Religion aufgibt, in den Bann ziehen. Im Musikunterricht hatten die Schüler sich bereits mit dem Stoff der Oper beschäftigt, so dass sie dem Geschehen leichter folgen konnten. „Butterflys“ sozialer Abstieg von der Verstoßung durch ihre Familie, vom Verlassen Werden durch ihren amerikanischen Ehemann bis hin zum selbstgewählten Tod wurde auf ergreifende Weise dargestellt und berührte sowohl durch das äußerst emotionale Spiel der Darsteller als auch durch die schmerzgeladenen Arien und den eindringlichen Orchesterpart. Neben dem Bühnengeschehen faszinierte die Schüler auch das prächtige neobarocke Dekor des „Großen Hauses“, das sie von ihren Plätzen im dritten Rang aus nächster Nähe bestaunen konnten. „Der Opernbesuch war eine interessante Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Die Atmosphäre hat mich sehr beeindruckt und das Stück hat mir gefallen“, so ein Schüler nach der Aufführung.