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Demokratie lernen: Juniorwahl an der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar

In den Medien ist die hessische Landtagswahl mit Volksabstimmung zur Verfassungsänderung lange beherrschendes Thema gewesen und auch im Politik- und Wirtschafts-Unterricht der Klassen 7 bis 10 der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar hat sich einige Wochen lang alles um die Parteienlandschaft und das demokratische Wahlverfahren gedreht.

Die Unterrichtsreihe mündete in ein realistisch gestaltetes Planspiel, bei dem alle Schüler wie bei der hessischen Landtagswahl ihre Stimme abgeben konnten. Damit gehört die Aßlarer Schule zu den rund 260 hessischen Bildungseinrichtungen, die sich an dem von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung unterstützten Projekt „Juniorwahl 2018“ beteiligt haben.

Durch die Simulation einer Landtagswahl wird das Thema „Wahlen und Demokratie“ für Schüler lebendig und direkt erlebbar. Damit die Wahl an der Alexander-von-Humboldt-Schule reibungslos funktionierte, hatte Politik- und Wirtschaftslehrerin Daniela Dormehl, die für die Organisation verantwortlich zeichnete, mit ihren Schülern einen Plan ausgearbeitet, nach dem sich die Klassen im Wahllokal einfinden sollten. Als Wahlvorstand fungierten Schüler des Ethik-Kurses 9G, die das Wahllokal weitgehend eigenständig betreuten und auch für die Auszählung zuständig waren.

Ziel der Stimmabgabe und der vorbereitenden Unterrichtseinheit war, die Jugendlichen für Politik und demokratisches Miteinander zu begeistern und demokratische Prozesse einzuüben. Ein weiterer Praxisbezug entstand durch den Besuch von Aßlars Bürgermeister Roland Esch, der den Schülern als Lokalpolitiker Rede und Antwort stand. „Ich finde die Juniorwahl und die entsprechende Unterrichtseinheit wichtig, da wir viel über die Parteien erfahren und auch gelernt haben, wie Wahlen funktionieren. Damit sind wir gut vorbereitet, wenn wir später wirklich wählen dürfen“, so eine Siebtklässlerin nach ihrer Stimmabgabe.

Das Resultat der Juniorwahl an der Alexander-von-Humboldt-Schule unterschied sich zwar vom wirklichen Landtagswahlergebnis, bildete aber einige Trends ab: So erhielt die CDU 22,0 Prozent, die SPD 21,1 Prozent, die Linke 8,0 Prozent, die FDP 5,9 Prozent und die AfD 9,7 Prozent der Stimmen, während die Grünen auf 24,4 Prozent kamen.