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Alkoholprävention für Achtklässler der Alexander-von-Humboldt-Schule

Nachdem zum Schuljahresbeginn mit dem Projekt „Gut drauf?!“ den Fünftklässlern der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar mit erlebnispädagogischen Methoden positive Gemeinschaftserlebnisse und Strategien zum Konfliktmanagement vermittelt wurden, hat die Schule nun den Schülern des Jahrgangs 8 ein weiteres Präventionsangebot gemacht. Mitarbeiter der „Fachstelle für Suchtprävention Wetzlar“ führten mit den Achtklässlern einen sechsstündigen Workshop durch, mit dem Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren ein bewusster Umgang mit Alkohol und ein Gespür für die möglichen Folgen von Alkoholkonsum vermittelt werden soll.

Hinter dem Projektnamen „Tom und Lisa“ verbirgt sich ein interaktiver Lehrgang, bei dem Teamaufgaben mit Wettbewerbselementen kombiniert werden. So mussten die Aßlarer Schüler in Gruppen verschiedene Aufgaben lösen und die Ergebnisse ihrer Klasse vorstellen. Unter anderem ging es darum, die fiktive Geburtstagsfeier von Tom und Lisa zu planen und durchzuführen. Im Rahmen der Simulation kommt es zu einem Zwischenfall: Ein Gast erleidet eine schwere Alkoholvergiftung. Für die Schüler galt es nun, mit der Situation adäquat umzugehen und ein Handlungsrepertoire für den Ernstfall zu entwickeln.

Wie sich Alkoholkonsum auf die Wahrnehmung und das Reaktionsvermögen auswirkt, konnten die Schüler mit Hilfe einer Rauschbrille durch eigene Anschauung nachvollziehen. „Das war eine sehr beeindruckende Erfahrung; ich hätte nicht gedacht, dass es solche Auswirkungen hat, wenn man Alkohol trinkt“, so ein Schüler, nachdem er den Parcours mit der Brille durchlaufen und „in angetrunkenem Zustand“ versucht hatte, einen Ball zu fangen.

Ziel des Seminars ist es, das Verantwortungsbewusstsein von konsumierenden Jugendlichen zu stärken und Alkoholmissbrauch zu verhindern. Damit knüpft der Workshop an Empfehlungen von Präventionsexperten an, die betonen: "Oberstes Ziel der Suchtprävention sollte nicht die Verhinderung des Gebrauchs, sondern die Verhinderung des Missbrauchs von Alkohol sein."