Organisation

Das Ganztagsangebot der Schule

Studien, wie die internationale Schuluntersuchung PISA, zeigen empirisch den Bedarf an individueller und ganzheitlicher Förderung auf. Dazu gehören verlässliche Öffnungszeiten der Schule und qualifizierende Angebote, um mehr Zeit für pädagogisches Handeln zu haben. Der Tagesablauf kann in sinnvollem Wechsel rhythmisiert werden.
An der Alexander-von-Humboldt-Schule erhalten unsere Schüler Förderkurse, Hausaufgabenbetreuung, unterstützende Angebote sowie freiwillige Sport- und Freizeitaktivitäten, individuelle Beratung und Gelegenheiten zum sozialen Lernen. Die begleitende Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen und außerschulischen Bildungsangeboten wird ermöglicht.

Unsere Ganztagsschule bietet ein freiwilliges schulisches Angebot der ganztägigen Förderung und Betreuung von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 bis 10. Der Unterricht findet wie gewohnt überwiegend am Vormittag statt. Diejenigen Schüler, deren Eltern dies wünschen, besuchen dann nach dem planmäßigen Unterricht die Ganztagsangebote.

Zum Qualitätsrahmen der Förderung und Betreuung gehören:

  • Mittagsverpflegung
  • Hausaufgabenbetreuung und Fördermaßnahmen
  • Unterricht begleitende Maßnahmen
  • Freizeitangebot mit sportlichen, musischen und gestalterischen Aktivitäten

Das Betreuungsangebot gliedert sich an den Tagen Montag bis Freitag in drei Bausteine:

  1. Ab 12.45 – 14.00 Uhr: Warmes Mittagessen mit Nutzung des RIZ (Recherche- und Informationszentrum), des Spiel-   und Aufenthaltsraumes
  2. 13.05 -15.30 Uhr: Förderangebote und Hausaufgabenbetreuung
  3. 14.00 – 15.30 Uhr: AG – Angebote

Auch in diesem Schuljahr wird im Rahmen des Ganztagsangebots eine zusätzliche dritte Musikstunde für die Schüler der 5.-6. Klassen angeboten, die es jedem Kind ermöglicht, ein Instrument kennen zu lernen und zu spielen. Dieses Angebot hat die Schulgemeinde langfristig initiiert und im Schulprogramm festgeschrieben.

Unterricht und Angebote des Ganztagsbereiches sind verzahnt und ergänzen sich. Den Schülerinnen und Schülern steht ab der 7. bzw. 8. Stunde eine sinnvolle Mischung aus Bildungs-, Förder-, Betreuungs- und Freizeitangeboten zur Verfügung. Als kooperative Gesamtschule wird natürlich auch der Heterogenität der Schülerschaft Rechnung getragen und im Ganztagesangebot abgebildet. Das Spektrum des Angebotes erweitert sich jährlich.

Das Angebot an Arbeitsgemeinschaften umfasst unterschiedliche Themen aus den Bereichen Naturwissenschaften/IT, Kunst, Sport und Ästhetischer Bildung. Die Konzeption zeigt, dass die Verknüpfung von Hausaufgabenbetreuung, Förderangeboten und freiwilligen Arbeitsgemeinschaften unterschiedlichster Art dem Wunsch vieler Schüler und Eltern nach pädagogisch sinnvoller Nachmittagsbetreuung gerecht wird.

Bewegungspausen und -angebote sind, sowohl in den großen Pausen, als auch in der Mittagspause institutionalisiert, das heißt, eine Verleihstation mit einem vielfältigen Geräte-  und Materialienpool steht zur Verfügung. In der Mittagspause ist zudem eine Betreuungskraft für die Schüler/Innen vor Ort.

Schulzeit und Rhythmisierung

Ein sinnvoller Wechsel von Anspannung, Konzentration und Entspannung findet sich im gesamten Schultag wieder. Arbeitsphasen, Instruktionsphasen, Bewegungsphasen und Ruhephasen wechseln sich ab.

Dies zeigt sich einerseits in der äußeren Struktur der Stunden und Zeitvorgaben und andererseits an der inneren Rhythmisierung im Unterrichtsgeschehen. Deswegen verwendet die AvH-Schule wann immer möglich das Doppelstundenmodell, da hierbei sinnvolle und notwendige Rhythmenwechsel ganz nach Bedarf der Lerngruppe von der Lehrkraft gesetzt werden können.

Unterricht und Zusatzangebote sind zeitlich aufeinander abgestimmt und laufen im gleichen Takt: AG-Angebote werden immer so angelegt, dass die Teilnehmer zu dieser Zeit keinen regulären Unterricht haben. Die Übergänge von Unterricht zu Zusatzangeboten sind fließend. Dies wird auch darin deutlich, dass ein Großteil der Lehrkräfte über den ganzen Tag hin eingesetzt wird.

Öffnungszeiten der Schule des Bistros des RIZ offene Angebote
Montag 07:30-15:30 08:00-14:00 07:30-15:30 13:05-14:00
Dienstag 07:30-15:30 08:00-14:00 07:30-15:30 13:05-14:00
Mittwoch 07:30-15:30 08:00-14:00 07:30-15:30 13:05-14:00
Donnerstag 07:30-15:30 08:00-14:00 07:30-15:30 13:05-14:00
Freitag 07:30-14:00 08:00-14:00 07:30-13:30 13:05-14:00

Förderkonzept der Alexander-von-Humboldt-Schule

Die AvH-Schule misst dem gemeinsamen Lernen und Arbeiten von Kindern mit sehr unterschiedlichem persönlichem Hintergrund einen hohen Stellenwert bei. Sie hat das Ziel, jedes einzelne Kind nach seinen individuellen Voraussetzungen zu fördern, erwartet aber auch von jedem Kind, dass es sich entsprechend seiner Fähigkeiten um Leistungen bemüht.

Dazu muss sich die Schule als zum Lernen anregendes Umfeld für alle in ihr Arbeitenden darstellen. Die AvH-Schule will nicht nur ein Ort sein, an dem Unterricht stattfindet, sie will auch einen für Schüler gestaltbaren Lebens- und Erfahrungsraum bieten.

Handlungsfelder der Förderung in diesem umfassend verstandenen Sinne sind die

  • Förderung fachlichen Lernens (orientiert an Stärken und Schwächen sowie neigungs- und interessendifferenziert)
  • Förderung methodischer Kompetenzen (einschließlich Medienkompetenz)
  • Förderung sozialer Kompetenzen
  • Förderung von Motivation und personaler Kompetenzen (u.a. Interesse an Lernen und Bildung wecken, Durchhaltevermögen vermitteln, die Persönlichkeitsentwicklung fördern)

Die Alexander-von-Humboldt-Schule versteht Förderung als Leitziel ihrer pädagogischen und fachlichen Arbeit. Dies drückt sich in der engen Vernetzung der Arbeitsfelder

  • Fachunterricht
  • Klassenlehrerstunden (Sozialtraining)
  • AG- Angebote
  • Förderstunden
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Neigungsangebote (Förderangebote für leistungsstarke Schüler) aus.

Der Fachunterricht trägt der Heterogenität der Schüler durch unterschiedliche Lernwege und Anforderungen Rechnung. Durch geeignete Differenzierungs- und Fördermaßnahmen können sich die Kinder ihrer Persönlichkeitsstruktur und ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend entwickeln.

Die Sozialkompetenz der Schüler wird im Unterricht sowie anderen Bereichen des Schullebens gezielt gefördert und durch gemeinsam vereinbarte Regeln des Zusammenlebens und –arbeitens gestärkt. Der systematische Aufbau demokratischer und partizipationsorientierter Klassenstrukturen bietet Schülern die Möglichkeit, frühzeitig die eigene  Schule mitzugestalten.

Die AG-Angebote orientieren sich auch, aber nicht ausschließlich, an den Freizeitinteressen der Schüler. Arbeitsgemeinschaften sind Teil der pädagogischen Ausrichtung der Schule (offenes Ganztagsangebot). Sie leisten einen Beitrag zur individuellen Förderung der Kinder und Jugendlichen, indem sie durch die Angebotsbreite deren Erfahrungshorizont vergrößern, Begabungen fördern und den Anreiz bieten, sich Herausforderungen zu stellen, soziale Kompetenzen und Selbstständigkeit fördern, die Beziehung zwischen Schülern und Lehrern auf der Grundlage gemeinsamen außer/(fach-)unterrichtlichen Lernens verbessern sowie sinnvolle Perspektiven der Freizeitgestaltung aufzeigen.

In ausgewiesenen Förderstunden werden einzelne Schüler in kleinen Gruppen entsprechend ihres Leistungsstandes gefördert. Ansatzpunkte der Förderung sind dabei neben festgestellten Defiziten auch Leistungsstärken. 

Da sich Förderstunden aufgrund der vorhandenen Stundenressourcen vor allem an Teilgruppen richten, finden sie überwiegend nachmittags statt.

In den Jahrgängen 5 M und 6 M wird Fachförderunterricht möglichst klassenbezogen und durch die in der Klasse unterrichtende Fachlehrkraft erteilt. Jede Klasse hat in diesen beiden Jahrgangsstufen zwei Förderstunden zusätzlich zum Kernunterricht. In diesen Stunden werden Fähigkeiten der Schüler in den Bereichen Rechtschreiben, Lesen, Leseverstehen und Rechnen weiter entwickelt. Dabei geht es nicht ausschließlich darum bestehende Defizite auszugleichen, sondern auch bestehende Stärken in den Unterricht einzubringen.

Förderungen, die der Behebung grundlegender Teilleistungsschwächen dienen (Lese- und Rechtschreibschwäche, Dyskalkulie), finden in klassenübergreifenden Gruppen auf Jahrgangsebene statt. Die Förderzuweisung erfolgt auf der Grundlage diagnostischer Tests, in die alle Schüler des fünften Jahrgangs einbezogen sind.

Dazu gibt es ein Förderangebot für leistungsstarke und lernbereite Schüler, die in einem Fach ein Leistungsbild aufweisen, das vorwiegend „gut“ und „sehr gut“ ist oder in Teilbereichen besondere Stärken zeigen.

Ziel ist es, dieser Schülergruppe zusätzliche Anreize zu geben, damit sie ihre Energie über die reguläre schulische Arbeit hinaus in weitere Lernprojekte investieren können.

Nach Möglichkeit sollten diese Schüler in einer eigenen Arbeitsgruppe am Nachmittag gefördert werden, denn Förderunterricht wirkt einer Unterforderung leistungsstarker Schüler entgegen durch

  • das Wecken von Anstrengungsbereitschaft und Ausdauer, aber auch von Neugier und Forschergeist;
  • die Forderung nach ausschließlich erstklassigen Ergebnissen und Produkten.
  • In den Jahrgängen 5 bis 10 werden den Schülern im Bereich Mathematik, Informatik/Physik/Chemie und Musik Arbeitsgruppen angeboten.
  • Unter dem Titel Förderung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher  Herkunftssprache finden umfangreiche Fördermaßnahmen statt (3 Intensivklassen).
  • Sprachliche Handlungsfähigkeit als notwendige Bedingung für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben für die Integration der Kinder nicht muttersprachlicher Herkunft markiert das vorrangige Ziel des Deutschunterrichts.