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Zehntklässler informieren sich über Tschernobyl |
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Auf Initiative ihrer Physiklehrerin Ina Weber trafen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10R2 der Alexander-von-Humboldt-Schule die Vorsitzende des Arbeitskreises „Leben nach Tschernobyl“, Lore Gerster. Die Begegnung erfolgte im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Thema „Kernphysik“, in der die Schüler neben einer allgemeinen theoretischen Aufarbeitung, in der die Abläufe in Atomkraftwerken sowie die Auswirkungen auf die Bevölkerung beleuchtet wurden, in Gruppenarbeit Plakate zu Unterthemen ihrer Wahl erstellten. Diese sollen gerahmt und im Physiktrakt aufgehängt werden. Mit der Braunfelserin Lore Gerster stand den Jugendlichen eine Gesprächspartnerin zur Verfügung, die als Mitbegründerin des Arbeitskreises „Leben nach Tschernobyl“ seit 20 Jahren Kontakt zu der betroffenen Region hält und dank jährlicher Reisen in die Ukraine über Informationen aus erster Hand verfügt. So berichtete die Vorsitzende den gespannt lauschenden Schülern von den Folgen, die die Reaktorkatastrophe für die Bevölkerung hat, vom Umgang mit dem Unglück vor Ort, aber auch von den Aktivitäten, mit denen der Verein die betroffenen Menschen unterstützt. Mit regelmäßigen Erholungsaufenthalten, bis 2006 in Braunfels, seitdem in Weißrussland, wird ermöglicht, dass Kinder aus der betroffenen Region das verstrahlte Gebiet für drei bis vier Wochen verlassen und sich regenerieren können. „Die Aufenthalte sind wirklich effektiv: Es werden Radionukleide aus den Körpern der Kinder ausgeschwemmt, sie werden weniger anfällig und eventuelle Krankheiten verlaufen weniger schwer“, so Lore Gerster. Im Anschluss an ihre Ausführungen hatten die Schüler Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dabei kam die Rede bald auf die aktuelle Situation in Japan, aber auch auf Möglichkeiten der Jugendlichen, sich selbst zu engagieren, um weitere atomare Katastrophen verhindern zu helfen.
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