Mathematik-Projekttag an der Alexander-von-Humboldt-Schule
Das zehnjährige Bestehen des Aßlarer „Mathe-Treffs-3456“ nahm die Alexander-von-Humboldt-Schule zum Anlass, mit allen Schülern einen Projekttag Mathematik zu veranstalten.
„Mathe-Treff“ ist eine Initiative des Zentrums für Mathematik mit Hauptsitz in Bensheim. In vielen hessischen Schulen treffen sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 6 regelmäßig, um sich außerhalb des Unterrichts mit Mathematik zu beschäftigen. Ziel ist es hierbei, die Freude am Umgang mit mathematischen Fragestellungen zu wecken und schon frühzeitig den Blick dafür zu schärfen, dass Mathematik mehr ist als nur rechnen. In Gruppen lernen die Kinder, an ausgewählten Fragestellungen Problemlösestrategien zu entwickeln und anzuwenden, wobei auch die Teamfähigkeit geschult wird.
An der Alexander-von-Humboldt-Schule erfreut sich der „Mathe-Treff“, der von den Mathematik-Lehrern Brigitte Boeder und Helmut Lepper seit Jahren erfolgreich geleitet wird, großer Beliebtheit und es wurden oft zusätzliche Kurse eingerichtet, um der Nachfrage gerecht zu werden. Das beliebte Zusatzangebot wurde nun auch schulweit gewürdigt, indem sich die gesamte Schulgemeinde einen Tag lang mit einem mathematischen Thema auseinandersetzte. Zunächst hatte jede Klasse die Aufgabe, an einem Gemeinschaftsprodukt mitzuarbeiten: Die Jüngeren bauten Papppyramiden, die zu Würfeln zusammengesetzt und in einen Kunststoffkubikmeter eingefügt wurden. Auf diese Weise wurde die Volumenformel der Pyramide leicht ersichtlich. Die Älteren bastelten Doppelpyramiden, aus deren Verbindung Endloskörper entstanden.
Im zweiten Teil des Vormittags konnte jede Klasse ein eigenes Projekt verwirklichen, das am Donnerstag, 3. November, in einer „Nacht der Mathematik“ in der Humboldt-Schule präsentiert werden soll. So entstanden nach der Auseinandersetzung mit bestimmten mathematischen Phänomenen zahlreiche Plakate, Modelle und Parkettierungen. Manche Klassen entwickelten Rätsel und Zaubertricks, andere brauten Cocktails, begaben sich auf die Suche nach der „verlorenen Fläche“ oder untersuchten die Pascalsche Zahlenmauer, während in der Turnhalle menschliche Pyramiden gebaut wurden. Auch ein Streitgespräch der geometrischen Figuren wurde als Theaterstück inszeniert. Einige Kollegen nutzten die Gelegenheit, fächerübergreifende Fragestellungen zu bearbeiten. Die Schülerinnen und Schüler waren mit großem Eifer bei der Sache und fanden großen Gefallen an dieser ganz anderen Auseinandersetzung mit der oft ungeliebten Mathematik.
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