Zweiter Experimentiertag an der Alexander-von-Humboldt-Schule
Rund 120 Grundschüler aus Aßlar, Hermannstein und Katzenfurt folgten der Einladung der Alexander-von-Humboldt-Schule zum zweiten Experimentiertag. In den neu gestalteten naturwissenschaftlichen Räumen, die mit ihrer hochmodernen Ausstattung den neusten Stand der Technik repräsentieren, konnten sie nach Herzenslust naturwissenschaftlichen Phänomenen auf den Grund gehen.
„Ihr habt das Glück, als erste in unseren neu gestalteten naturwissenschaftlichen Räumen lernen zu dürfen“, begrüßte Schulleiter Uwe-A. Hintz die Viertklässler aus Aßlar, Hermannstein und Katzenfurt. Einen Vormittag lang konnten sie beim Experimentiertag an unterschiedlichsten Stationen naturwissenschaftliche Erfahrungen sammeln, experimentieren und erstaunlichen Phänomenen begegnen. Dabei unterstützten sie Schülerscouts aus den Jahrgangsstufen 7 und 8, die die Gäste in Kleingruppen von Station zu Station begleiteten. Vor Ort erwarteten sie weitere Humboldt-Schüler, die die Experimente vorbereitet hatten und mit den Grundschülern durchführten. An jeder Station erhielten die Nachwuchsforscher einen passenden Sticker, den sie ebenso wie ein Gruppenbild in ihren Experimentierpass kleben konnten.
Im Biologieraum standen Stereolupen und Mikroskope bereit, mit deren Hilfe die Gäste Insekten und Zwiebelhäute untersuchten. In einer Physik-Vorlesung, gehalten von Schülern der Klasse 6, staunten die Gäste über die anschaulich dargestellten Demonstrationen physikalischer Phänomene. Magnetismus stand im Mittelpunkt einer weiteren Station. Im Recherche- und Informationszentrum verfolgten die Schüler gespannt Geschichten, zu denen sie später chemische Experimente machen konnten. So trennten sie die Farben von Filzstiften, ein Verfahren, das in der Kriminalistik wichtig ist, stellten „Ewigkeitstinte“ her und gewannen Farbe aus Rotkohl. Bei den Mathematikern galt es, Knoten zu lösen und durch Spiegelung Buchstaben zu finden und symmetrische Figuren zu erzeugen. Schöne Ergebnisse gab es beim Herstellen von Photogrammen im schuleigenen Photolabor. Dies galt auch für das Angebot des Fachbereichs Kunst, das die Kinder einlud, mit Acrylfarben bunte Bilder zu kreieren. „Wer kann den Zahlencode knacken?“ hieß es im Computerraum. Dort musste mit Hilfe von Leuchtdioden eine bestimmte Zahlenreihe gefunden werden. Im Nachbarraum begegneten die Schüler Sternbildern und Planeten, deren Bewegung sie am Computer nachvollziehen konnten. In einer Pause zwischen dem Experimentieren konnten sich die Gäste mit ihren Lehrerinnen und Lehrern im Schulbistro bei Tee und Kuchen stärken.
Von dem gelungenen Experimentiertag profitierten nicht nur die Grundschüler, die mit großem Eifer und Ausdauer bei der Sache waren, sondern auch die Jugendlichen, die den Tag sorgfältig vorbereitet hatten und sich als „Lehrer“ bewähren und einen Sachverhalt verständlich erklären mussten. Dabei gewannen sie im Laufe des Vormittags merklich an Sicherheit. „Es war schön zu beobachten, wie verantwortungsbewusst und zuverlässig unsere Schüler gearbeitet haben. Nicht zuletzt deshalb konnte das Projekt reibungslos und in angenehmer Atmosphäre durchgeführt werden“, lobte ein Lehrer der Alexander-von-Humboldt-Schule am Ende des Vormittags.
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